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Veranstaltung 050312

"Windkraft in Südwestfalen - Mehr Chancen als Risiken?!"

"Diese Veranstaltung ist die erste positive zum Thema Windkraft, an der ich teilnehme", so bilanzierte ein Zuhörer die gemeinsame Veranstaltung der Europaabgeordneten Birgit Sippel und der SPD Regionalratsfraktion Arnsberg am 05. März 2012 in Bad Fredeburg/Schmallenberg. Über 80 Vertreterinnen und Vertreter von kommunalen Verwaltungen, Stadtwerken, Forstbetrieben, Waldgenossenschaften und Kammern, aus Unternehmen und Kommunalpolitik sowie private Investoren folgten der Einladung und diskutierten mit den kompetenten Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmern über Chancen und Herausforderungen des Ausbaus von Windenergie in Südwestfalen. Moderiert wurde die Diskussion durch den Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Regionalrat Arnsberg, Wolfgang Ewald.

Birgit Sippel machte den europäischen Bezug des Themas deutlich: Mit ihrer Europa 2020 Strategie habe sich die EU dem Ziel des Ausbaus erneuerbarer Energien verschrieben. Sie begrüßte die Schritte, die der Regionalrat und die Bezirksregierung Arnsberg in dieser Hinsicht mit der Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie zu den Potentialen erneuerbarer Energien sowie mit der Einrichtung einer eigenen Energiekommission im Regionalrat  unternommen haben.

Frau Krusat von der Bezirksregierung Arnsberg zeigte auf, dass die Diskussionen für einen neuen Regionalplan für erneuerbare Energien im Regierungsbezirk derzeit noch relativ am Anfang stünden: Ein solcher Regionalplan werden voraussichtlich erst im März nächsten Jahres beschlossen; zuvor seien noch viele Gespräche mit Kommunen und Kreisen geplant. Ein neuer Landesentwicklungsplan, der auch das Thema 'Wind im Wald' aufgreifen soll, befinde sich derzeit noch in der Abstimmung. Die Referentin und Podiumsdiskussionsteilnehmerin stellte aber klar: "Kommunale Bauleitplanung hat stets Vorrrang vor regionaler bzw. Landesplanung." Dies gab Birgit Sippel Anlass, private Investoren und Stadtwerke zu ermutigen, mit den Vertretern ihrer Kommunen ins Gespräch zu kommen, um die Möglichkeit zur Umsetzung von Windkraftprojekten vor Ort zu erörtern. Ein positives Beispiel hierfür sei die Stadt Schmallenberg.

Die Abstimmung von Bürger- und kommunalen Interessen sei aber auch entscheidend, um zu verhindern, dass Investoren, die nur am persönlichen Profit, nicht aber am kommunalen Mehrwert interessiert seien, ihre gut gelegenen Grundstücke mit Windkraftanlagen weiterverpachteten und die Potentiale von Bürgerwindparks damit einschränkten. Dies stellte Franziskus Kampik vom Bundesverband Windenergie e. V. bei seinem Vortrag klar. Seien die komplizierten Prüfverfahren erst einmal abgeschlossen und ein Bürgerwindpark tatsächlich errichtet, lohne dieser sich für die beteiligten Bürger wie auch für die Gemeinde.

Die kommunale und regionale Wertschöpfung von Windkraft zeigte auch Dr. Bohrer vom regionalen Versorgungsunternehmen ENERVIE auf. Er machte deutlich: Die hohen Kosten für ein Projekt, ca. 750.000 Euro - 1.000.000 Euro zuzüglich der Kosten für eine Anlage, seien gleichzeitig auch immer Investitionen in Arbeitsplätze vor Ort. Die Absicht des Energieunternehmens, 355 Millionen Euro zu investieren, um 240 MW Windkraft bis 2020 in Hagen und der Märkischen Region zu erzielen, machten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusätzlich Mut, zukünftig verstärkt auf Windkraft zu setzen und ihre eigenen Projekte weiterzuverfolgen.

Birgit Sippel will das Thema 'Energie' weiterverfolgen und auch zukünftig lokale und regionale Akteure zum Austausch und zur Information über aktuelle Entwicklungen einladen: "Die Energiewende ist ein wichtiges Signal auch für andere Staaten. Herkömmliche Energiequellen sind endlich und führen zudem zu Abhängigkeiten von Drittstaaten. Die Energiewende muss daher jetzt auf allen Ebenen entschlossen organisiert werden. Kommunale Aktivitäten müssen gefördert und dürfen nicht ausgebremst werden. Dies gilt insbesondere für sogenannte Bürgerwindparks."

 



"Ausbau von Windkraft in Südwestfalen: Chancen und Risiken"

Gemeinsame Veranstaltung von Birgit Sippel und SPD Regionalratsfraktion Arnsberg

 

Die Energiewende kommt voran. Um einen Ausbau von Windkraft zu gewährleisten, wir u. a. auch eine Nutzung von Waldflächen diskutiert. Wie sehen die Chancen und Risiken des Ausbaus von Windkraft aus? Welche Wertschöpfung kann dieser für Kommunen und Kreise in Südwestfalen haben? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Europaabgeordneten Birgit Sippel und der SPD-Fraktion im Regionalrat Arnsberg. Diese findet statt am 05. März 2012, 18:00 Uhr, in der Akademie Bad Fredeburg, Schmallenberg. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Weitere Informationen finden Sie hier:

Birgit Sippel

Europäische Union Sozialdemokratische Partei Deutschlands
 
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