Die Debatte über die soziale Verantwortung von Unternehmen ist auf europäischer Ebene zum Glück wieder in vollem Gange. Im Oktober 2011 hat die Europäische Kommission eine EU-Strategie für die sogenannte CSR (Corporate Social Responsibility) vorgelegt. Darin schlägt sie eine neue Definition von CSR vor: Es sei "die Verantwortung von Unternehmen für die Auswirkungen auf die Gesellschaft". Nach dem Kommissionsvorschlag sollen Unternehmen soziale, ökologische und ethische Belange ebenso in ihrem Kerngeschäft berücksichtigen wie den Verbraucherschutz.
In Übereinstimmung mit der neuen Definition der Kommission hat unser sozialdemokratischer Kollege Richard Howitt im Beschäftigungsausschuss einen Initiativbericht zur sozialen Verantwortung von Unternehmen vorgelegt. Ende Januar hat der Ausschuss den Bericht verabschiedet. Für uns Sozialdemokraten ist es besonders wichtig, dass der Respekt von vor Ort anwendbaren Gesetzen und Tarifverträgen eine Vorbedingung für soziale Verantwortung von Unternehmen ist. Zudem fordert unser Bericht Firmen dazu auf, die sozialen Auswirkungen der Krise abzumildern. Das umfasst insbesondere die Schaffung von Arbeitsplätzen für junge Menschen, den Einsatz für existenzsichernde Löhne und Renten, die Bekämpfung ausbeuterischer Beschäftigungspraktiken und die Förderung neuer Märkte für gesellschaftlich nützliche und umweltfreundliche Waren und Dienstleistungen.





