Lärmemissionen führen zu ernsthaften Beeinträchtigungen der Gesundheit. Die EU-Kommission will deshalb niedrigere Geräuschgrenzwerte für Kraftfahrzeuge und ein Prüfverfahren zur Messung der Werte einführen. Zudem sollen Hersteller von geräuscharmen Elektro- und Hybridfahrzeugen freiwillig ein akustisches Warnsystem in ihre Fahrzeuge einbauen können, um die Gefahr für die Verkehrsteilnehmer zu verringern.
Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, die Lärmgrenze in zwei Stufen um 25 Prozent zu reduzieren. Wir Sozialdemokraten haben uns für noch strengere Grenzwerte eingesetzt. Vor allem Sportwagen mit hoher PS-Zahl dürfen nicht belohnt werden, sondern müssen den Grenzwert ebenso einhalten. Der Umweltausschuss stimmte mit einer knappen Mehrheit für eine Verschärfung des Kommissionsvorschlags. Der Änderungsantrag der Konservativen, unter anderem von Abgeordneten der CDU/CSU-Gruppe eingebracht, der für PKW mit einer höheren Motorleistung einen schwächeren Grenzwert vorsieht, wurde abgelehnt.
Zur Plenarabstimmung am Mittwoch wird die S&D-Fraktion einen weiteren Änderungsantrag einbringen, um das akustische Warnsystem für geräuscharme Elektro- und Hybridfahrzeuge verpflichtend zu machen.





