Im Europäischen Parlament wird die Arbeit von 736 Abgeordnete aus allen 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geleistet. Diese 27 Länder sind: Belgien, Italien, Rumänien, Bulgarien, Lettland, Schweden, Dänemark, Litauen, Slowakei, Luxemburg, Slowenien, Estland, Malta, Spanien, Finnland, Niederlande, Tschechien, Frankreich, Österreich, Ungarn, Griechenland, Polen, Großbritannien, Irland, Portugal, Zypern und natürlich Deutschland.
Plenartagung im Parlament in Straßburg - in 360° Darstellung (Foto: Europäisches Parlament)
Die Abgeordneten aus den verschiedenen Mitgliedsstaaten haben sich zur Organisation der gemeinsamen Arbeit zu Fraktionen zusammengeschlossen. Die 23 SPD-Abgeordneten engagieren sich dabei in der Fraktion "S&D", der "Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament", die insgesamt 185 Abgeordnete stellt.
Seit 1979 wird das Europäische Parlament direkt gewählt- damit sind wir die einzigen direkt gewählten Vertreter der Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union. Im Laufe seiner Geschichte hat das Europäische Parlament immer mehr Rechte bekommen. So verhandeln wir heute bei den meisten Themen (z.B. im Bereich der Agrar-, Justiz-, Industrie-, Regional- oder Umweltpolitik) mit dem Rat als Vertreter der jeweiligen Fachminister der Mitgliedstaaten auf Augenhöhe. Bei internationalen Abkommen der EU müssen wir als Parlament um Zustimmung gebeten werden und diese Macht nutzen wir auch um nicht akzeptable internationale Abkommen abzulehnen - wie zuletzt im Fall ACTA.

Debatte im Plenarsaal in Straßburg (Foto: Europäisches Parlament)
Unsere gestiegene Bedeutung als Parlament können wir auch daran sehen, dass es immer mehr Interessenvertreter gibt, die den Kontakt zu den Abgeordneten suchen. Oftmals ist diese Expertise von außen auch sehr hilfreich - beispielsweise, wenn eine Nichtregierungsorganisation, die Verbrechensopfer betreut, sich zu den praktischen Folgen eines Gesetzesentwurfs zur Verbesserung des EU-weiten Opferschutzes äußert. Es gibt aber auch Interessenvertreter, die versuchen unerlaubt Einfluss zu nehmen, was wir natürlich nicht tolerien können. Deshalb gibt es das Transparenzregister und den so genannten "legislativen Fußabdruck".
Ausführlich wird die Arbeit des Parlaments und der Kommission übrigens auch auf den Seiten der Europäischen Union erklärt.





