Europäische Themen - Themen der Region: Europaabgeordnete Sippel besucht Einrichtungen in Meschede und Hagen

09.11.2011:

Europäische Themen - Themen der Region: Europaabgeordnete Sippel besucht Einrichtungen in Meschede und Hagen

Europäische Gesetzgebung und regionale Umsetzung zusammenbringen: Zu diesem Zweck hatte die Europaabgeordnete Birgit Sippel Termine gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen aus den Büros im Wahlkreis und in Brüssel organisiert.

Zum Thema "Migration" (Innenausschuss) besuchten sie die Flüchtlingsberatung der Diakonie in Meschede. An dem Gespräch nahmen auch Kommunalpolitiker und Mitglieder des Jugendmigrationsdienstes im Unterbezirk der Arbeiterwohlfahrt Hochsauerland/Soest teil. Frau Rasch und Frau Flaspöhler von der Diakonie Ruhr-Hellweg stellten die Arbeit der Flüchtlingsberatung vor und begrüßten u. a. den neuen Erlass der NRW-Landesregierung zur Prüfung von Asylverfahren. Von der Kommunalpolitik wünschten sie sich mitunter mehr Unterstützung bei der Durchführung von Alphabetisierungskursen. Diese sollen insbesondere Migrantinnen einen Weg ins Berufsleben und damit in die finanzielle Unabhängigkeit bereiten. Ein Hinweis, den die Fraktionsvorsitzenden Schneider, Boeddecker und Schmidt gerne aufnahmen.

Die Teilnehmer des Projekts "Migranten mischen mit" des Jugendmigrationsdienstes der AWO zeigten hohes Engagement: Alle sprechen hervorragend Deutsch, streben gute Schulabschlüsse an und engagieren sich ehrenamtlich. Aktuell kämpfen die Jugendlichen, die selbst oder deren Familien aus dem Kosovo, Jordanien oder der Türkei nach Deutschland gekommmen sind, gegen die Abschiebung einer Familie aus Lippstadt. Fast hätte die Mutter nach dreijährigem Aufenthalt ein eigenes Bleiberecht erhalten - doch nur einen Tag zuvor trennte sich der Ehemann von der Familie. Nun sollen die Mutter und ihre Kinder nach Mazedonien abgeschoben werden. Die Jugendlichen haben z. B. eine Demonstration von Schülerinnen und Schülern organisiert und den Petitionsausschuss des NRW-Landtags angerufen. Dieser wird in Kürze eine Empfehlung aussprechen. Die Europaabgeordnete sicherte den Jugendlichen sowie ihren Gruppenleiterinnen ihre Unterstützung im weiteren Verfahren zu.

Anschließend kamen Birgit Sippel und ihre Mitarbeiterinnen in Hagen mit Vertretern der Agentur Mark sowie den Abgeordneten René Röspel und Wolfgang Jörg zusammen. Als Mitglied im Beschäftigungausschuss interessierte Birgit Sippel besonders die Vorbereitung zur Teilnahme an der NRW-Landesinitiative Fachkräftesicherung, deren Handlungsfelder sich gliedern in Gewinnung von Nachwuchskräften, Fachkräfteentwicklung und -bindung, Erhöhung des Erwerbspersonenpotenzials und übergreifende Aktivitäten des Fachkräftepaktes. Damit soll sichergestellt werden, dass auch in Zukunft ausreichend gut qualifizierte Fachkräfte in der Region vohanden sein werden. Die Initiative Kompetenzzentren Frau und Beruf hat zum Ziel, die Erwerbstätigkeit von Frauen in der Region zu verbessern. Im Gespräch bestand Einigkeit, dass an vielen Stellschrauben zugleich gedreht werden muss: Verringerung Schulabbrecherquote und eine zweite Chance für eine Ausbildung, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Anwerbung von Fachkräften aus anderen Ländern.

Die Initiativen werden zu einem großen Teil aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung finanziert. Birgit Sippel: "Ziel der Strukturförderung ist es u. a., die Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung in den Regionen zu fördern. Mit den genannten Projekten kommen die Mittel ganz konkret vor Ort an und verbessern die Beschäftigungschancen. Eine Kürzung dieser Mittel wäre daher kontraproduktiv."

Birgit Sippel

Europäische Union Sozialdemokratische Partei Deutschlands
 
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